Wandertag_2017 Sonnenuntergang CVJM-Haus

Impulse

„Dankbarkeit“

Ihr Lieben,
 
in unserem heutigen Gottesdienst ging eine Gottesdienstreihe zum Thema „Dankbarkeit“ zu Ende. Im Laufe dieser Reihe haben wir uns mit unterschiedlichen Dingen beschäftigt für die wir dankbar sein können: Freunde, Nahrung, Heimat und vieles mehr. Heute hieß das Thema „Dankbar für alles“. Dabei wurden drei Punkte besonders herausgestellt:
 
Dankbarkeit ist der Schlüssel in schwierigen Situationen: Paulus und Silas wurden ausgepeitscht, in den tiefsten Kerker geworfen und da nochmals durch Ketten gesichert. Und was tun die Beiden? Sie loben und preisen Gott so als wären sie in der komfortabelsten Herberge mit dem besten Essen und dem fürsorglichsten Wirt. Ob sie schon gewusst haben, dass Gott sie in dieser Nacht noch befreien wird? Wissen wir, wenn wir in schwierigen Situationen stecken, dass Gott uns helfen wird? Wann loben und preisen wir Gott?

Dankbarkeit ist niemals stumm: In Lukas 6, 45 steht in einem anderen Zusammenhang die Tatsache: „Denn wovon das Herz erfüllt ist, das spricht der Mund aus.“ Also ist Dankbarkeit kein Gefühl oder eine Einstellung. Wenn wir wirklich dankbar sind, reden wir auch darüber. Sprechen wir aus wofür wir dankbar sind? Gegenüber anderen und gegenüber Gott?

Dankbarkeit wächst wo unser Anspruch stirbt: In Johannes 12 finden wir: „Wer an seinem Leben festhält, wir es verlieren. Wer aber sein Leben loslässt, wird es für alle Ewigkeit gewinnen.“ Pläne, Wünsche und Ziele bestimmen das Leben der meisten Menschen. Wenn ein Stück des Plans, ein Wunsch oder ein Etappenziel erreicht ist, besinnen wir uns vielleicht auf Gott und danken. Aber fragen wir auch nach Gottes Pläne, Wünsche und Ziele – und haben wir den Mut uns darauf einzulassen? Sehen wir die vielen Dinge, die wir haben, ohne sie uns gewünscht und geplant zu haben – und sind wir dankbar dafür?
 
Euch eine gute Woche,

Dirk Kurpat
 

„Man verändert die Welt nicht vom Sofa aus!"

Dieser Ausspruch – weiß leider nicht mehr von wem – kam mir in den Sinn, als ich mich mal wieder mit George Williams, dem Gründer des CVJM, beschäftigte. Gäbe es ihn nicht, gäbe es auch unseren CVJM Gummersbach nicht. Aber was war George Williams für ein Mensch? Und kann er noch heute für uns ein Vorbild sein? Ich meine ja.

Drei Dinge an ihm beeindrucken mich besonders: Es wird von ihm erzählt, dass er klein und schmächtig war, dass er enorme Defizite in der Schule hatte und sich auch zu ungeschickt in der Landwirtschaft auf dem elterlichen Pachthof anstellte. Er war jemand, von dem man sagte:“Der ist doch zu nichts zu gebrauchen!“ Doch gerade ihn wollte Gott, um sein Reich unter den Menschen zu bauen. Wir müssen Gott nicht beeindrucken mit besonderem Können, mit herausragenden Leistungen. Wir müssen ihm nichts bieten, um ihm zu gefallen. Wer befähigt ist, den beruft Gott nicht unbedingt. Aber wen Gott beruft, den befähigt ER.


Ein Zweites: George Williams war jung, als er sich für ein Leben mit Jesus entschied. In einem Vortrag vor einer Gruppe junger Männer sagte er einmal als 84-jähriger: „Falls ihr ein glückliches, sinnvolles und reiches Leben führen wollt, dann gebt eure Herzen Gott, solange ihr noch jung seid.“ Junge Menschen sind auf der Suche nach wahren Werten, nach Echtheit, nach Lebenssinn, nach Identität – welch eine Chance für uns als CVJM. Wir haben in Jesus Christus die Antwort auf ihre Fragen und auf ihre Suche. Glaube ist nicht „nur“ für „alte Leute“ oder Menschen, die „sonst nichts auf die Reihe kriegen“.

Ein Drittes: George Williams war nah dran an den Menschen um sich herum. Junge Männer, die in die Großstadt zogen, um dort zu arbeiten, die aber dann mit dem neuen Leben und den vielen Angeboten der Großstadt nicht zurechtkamen. Er sah ihre Not, kümmerte sich, zeigte ihnen einen lebenswerten Weg auf.

Kinder und Jugendliche kommen in unsere Gruppen. Wer sind sie? Was beschäftigt sie? Wie geht es ihnen? Was brauchen sie? Wo brauchen sie Zuwendung, Zeit, Gebet … wo brauchen sie uns?


Man verändert die Welt nicht vom Sofa aus …
Petra Kurpat


Jeremia 1, 4-8:
Eines Tages sprach der HERR zu mir: 
"Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt. Du sollst ein Prophet sein, der den Völkern meine Botschaften verkündigt.“ Ich aber erwiderte: „O nein, mein HERR und Gott! Ich habe keine Erfahrung im Reden, denn ich bin noch viel zu jung!“ Doch der HERR sagte zu mir: „Sage nicht: Ich bin zu jung! Zu allen Menschen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen und ihnen alles verkünden, was ich dir sagen werde. Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Darauf gebe ich, der HERR, mein Wort.“

Wir kommen von Ostern her…

Den Satz habe ich neulich mal irgendwo gelesen. Im Moment geht es uns ja wirklich so, denn die Feiertage um Ostern herum sind gerade vorbei. Aber das meint der Satz natürlich nicht …

Irgendwo herkommen … das tun wir eigentlich immer. Der eine kommt aus dem Urlaub und konnte Sonne tanken und sich erholen. Der andere kommt vom Arzt und hat endlich eine hilfreiche Therapie für seine Rückenbeschwerden.
Noch jemand anderes kommt aus Syrien und kann wirklich objektiv beurteilen wie es ist, eine Toilette, ein intaktes Dach, eine ruhige Nacht, genug zu essen und seine Lieben um sich zu haben.

Da wo wir waren – da wo wir herkommen, das verändert uns.

Wir kommen von Ostern her …

Hat Ostern uns verändert? Hat Ostern uns in diesem Jahr verändert? Oder haben wir schon so viele Jahre Ostern gefeiert – wie kann da noch etwas Neues kommen?

Wir haben so viele österliche Traditionen – ist da überhaupt noch Platz für Veränderung? Das Eierfärben, die Besuche, die dunkle Kleidung, das Fischessen am Karfreitag, das Glockennichtläutenlassen zwischen Karfreitag und Ostern, der Osterspaziergang, die Osterdeko, die gefühlten 82 Gottesdienste in fünf Tagen, …

Haben wir unsere Traditionen oder haben wir Ostern wahrgenommen?

Haben wir den Wunsch Jesu nach Gemeinschaft mit uns am Donnerstag wahrgenommen? Die unbegreifliche Liebe Gottes zu uns am Freitag? … Und haben wir uns am Sonntag  gefreut?
Haben wir gejubelt, gelacht, gesungen, jubiliert (ein sehr altes – aber sehr passendes Wort in diesem Zusammenhang), sind wir uns vor Freude in die Arme gefallen?

DER HERR IST AUFERSTANDEN – ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN. Er hat den Tod besiegt.
Er hat ihn für immer und ewig in seine Schranken gewiesen. Der größte Sieg, der jemals errungen wurde.

Haben wir uns verändern lassen durch den Wunsch Jesu nach Gemeinschaft mit uns, durch Gottes Liebe zu uns, durch die Tatsache, dass UNSER HERR LEBT?

Zwei Wochen Spanien, ein Medizin-Studium, der Umzug in ein neues Land können uns verändern – warum nicht auch Ostern?

Wir kommen von Ostern her …
Dirk Kurpat


P.S: Wenn Du diesmal Deine Oster-Chance verpasst hast, ist das nicht schlimm. Heute ist wieder Donnerstag … (Nein, nicht im Kalender nachsehen – in der Bibel.)

Führen und leiten

Im Übrigen meine ich
Möge uns der Herr weiterhin
Zu den Brunnen des Erbarmens führen
Zu den Gärten der Geduld
Und uns mit Großzügigkeitsgirlanden
Schmücken

Er möge uns weiterhin lehren
Das Kreuz als Krone zu tragen
Und darin nicht unsicher zu werden
Soll doch seine Liebe unsere Liebe sein

Er möge wie es auskommt in unser Herz eindringen

Um uns mit seinen Gedankengängen
Zu erfrischen
Uns auf Wege zu führen
Die wir bisher nicht betreten haben
Aus Angst und Unwissenheit darüber
Dass der Herr uns nämlich aufrechten Ganges
Fröhlich sehen will
Weil wir es dürfen
Und nicht nur dürfen sondern auch müssen
Wir müssen endlich damit anfangen
Das Zaghafte und Unterwürfige abzuschütteln
Denn wir sind Kinder Gottes: Gottes Kinder!
Und jeder soll es sehen oder ganz erstaunt sein
Dass Gottes Kinder so leicht und fröhlich sein können
Und sagen: Donnerwetter

Jeder soll es sehen und jeder soll nach Hause laufen
Und sagen: er habe Gottes Kinder gesehen
Und die seien ungebrochen freundlich
Und heiter gewesen
Weil die Zukunft Jesus heiße
Und weil die Liebe alles überwindet
Und Himmel und Erde eins wären
Und Leben und Tod sich vermählen
Und der Mensch ein neuer Mensch werde
Durch Jesus Christus.

Hanns Dieter Hüsch